Die Bürgermeisterkandidaten am Mariengymnasium

Amtsinhaber Jan Edo Albers und Herausforderer Karl Oltmanns im Interview

Interview von Jonas Evers (Abi 2021)

Karl Oltmanns (links) und Jan Edo Albers am historischen Eingang des Altbaus. Foto: Jonas Evers

Bloody Mary: Moin Herr Albers, moin Herr Oltmanns, herzlich Willkommen am Mariengymnasium! Sie kandidieren beide für das Amt des Bürgermeisters in Jever. Können Sie sich den Schülern, die Sie jetzt nicht schon gesehen haben, einmal kurz vorstellen?

Albers: Mein Name ist Jan Edo Albers, ich bin 44 Jahre alt, geschieden, habe zwei Kinder. Ich bin in Jever geboren und aufgewachsen, habe ’96 mein Abitur hier am Mariengymnasium gemacht, Jura studiert, als Rechtsanwalt in Jever gearbeitet und bin seit 2013 parteiloser Bürgermeister der Stadt Jever – und möchte das auch für die nächsten 10 Jahre weiter machen. … Weiterlesen

Hassmechanismen angehen!

Gedenken zum 80. Jahrestag der Reichspogromnacht 1938 in Jever

von Onno Smit und Konstantin Nöth (Kl. 10)

Der 9. November ist ein geschichtsträchtiger Tag für Deutschland. 1918 brach die Revolution in Kiel und Wilhelmshaven aus, die den Ersten Weltkrieg beendete und der ersten Demokratie auf deutschem Boden den Anstoß gab. Aber auch sehr undemokratische Geschehnisse sind an diesem Tag passiert. So plünderten Nationalsozialisten am 9. November 1938 jüdische Geschäfte, zündeten Synagogen an und töteten und verhafteten viele Juden. Und 51 Jahre später – am 9. November 1989 – ist die Mauer gefallen, was ein vereinigtes Deutschland wieder möglich machte. Freude gebührt dem (wieder)vereinten Deutschland, Trauer den Toten der Reichspogromnacht.… Weiterlesen

Gegen den Hass

Rede zum 80. Jahrestag des Synagogenbrands in Jever (2018), nach stichwortartigen Aufzeichnungen nachträglich verschriftlicht

von Jannes Wiesner (Q2)

Meine sehr verehrten Damen und Herren,

achtzig Jahre nach den schrecklichen Taten, die gegenüber unseren jüdischen Mitbürgern und Freunden begangen wurden, müssen wir uns einmal mehr die Frage stellen, wie wir mit der daraus resultierenden historischen Verantwortung umgehen wollen. Vor achtzig Jahren wurden in unserer Heimat Taten begangen, die für uns aus der heutigen Perspektive unvorstellbar erscheinen. Die menschliche Würde als Fundament unseres Zusammenlebens wurde untergraben, Anstand und Moral beseitigt und  die Raserei der nationalsozialistischen Terrorideologie manifestiert. Die damals um sich greifenden Hassmechanismen und das daraus resultierende unendliche menschlichen Leid scheinen in keinerlei Bezug zu unserer jetzigen Lebensrealität zu stehen; und doch dürfen wir nicht blind sein und unsere Augen verschließen, vor aggressivem Nationalismus und populistischen Hassparolen, die sich bis heute in unserer Gesellschaft verwurzelt haben.… Weiterlesen