Flucht und Vertreibung der Deutschen 1945

Ein familiärer Zeitzeugenbericht

von Chiara Fleßner (Kl. 9)

NS-Regime, Vernichtungskrieg, Holocaust, bombardierte Städte, Vertreibung: Aus dem Geschichtsbuch kennt man die grundlegenden Fakten zum Zweiten Weltkrieg. Dass es Menschen in Kriegszeiten niemals gut ging, sollte jedem bewusst sein. Um mehr darüber zu erfahren, was für Leid sie persönlich ertragen musste, habe ich meine Oma befragt und ein sehr umfangreiches Interview mit teils grausamen Details erhalten. Herauskristallisiert hat sich so etwas wie die Geschichte meiner Familie. Sie wird, wie bei alle Zeitzeugeninterviews, aus einer subjektiven Perspektive erzählt.

Im letzten Weltkriegsjahr 1945 haben die vorrückende Sowjetunion und Polen die deutschen Gebiete West- und Ostpreußen sowie Hinterpommern eingenommen, Häuser besetzt, und alle dort noch lebenden Deutschen mussten fortan für die Polen arbeiten, darunter die Familie meiner Großmutter Frieda.… Weiterlesen

Der Ausbruch des Vesuvs

Eine antike Katastrophe

von Jan Kreul (Kl. 7)

Römische Straße in den Ruinen von Pompeji; Foto: Falco auf www.pixabay.com

Als das Römische Imperium auf seinem Höhepunkt war, brach am 24. Oktober des Jahres 79 n. Chr. der Vulkan Vesuv aus und kostete circa 2000 Menschen das Leben. Die drei Städte Stabiae, Herculaneum und Pompeji waren von dem Ausbruch direkt betroffen. Herculaneum wurde durch Lava- und Schlammströme vollständig zerstört. Doch Pompeji und Stabiae begrub der Vulkan unter einer Schicht aus Asche, wodurch die Ruinen erhalten blieben. Selbst die Leichen von Tieren und Menschen konservierte die Ascheschicht; sie verwesten zwar, aber von den Körpern blieben leere Hüllen aus Gips.… Weiterlesen

Tanzen statt marschieren!

Die „Swing-Jugend“ im NS-Staat

von Eske Vienup (Kl. 10)

Sie tanzte, statt im Gleichschritt zu marschieren. Sie hörte ,,entartete“ Musik. Sie war weder in der Hitlerjugend noch im Bund Deutscher Mädel, denn die Ansichten des nationalsozialistischen Regimes teilte sie nicht. Damit riskierte sie die Leben ihrer Mitglieder. Sie widersetzte sich und vor allem hörte und verehrte sie englischsprachige Jazzmusik: die Swing-Jugend im NS-Staat.

Ausschnitt aus dem Filmprojekt „Hamburger Zeitzeugen berichten – 1933 bis 1947“

Ein Dorn im Auge der Nationalsozialisten

Die Swing-Jugend war eine Jugendkultur, die sich in den 1930er-Jahren in vielen Großstädten, hauptsächlich in Hamburg, entwickelte und widerständisch gegen den Nationalsozialismus auftrat.… Weiterlesen

Ballspiele im alten Rom

Erkenntnisse aus Schrift- und Bildquellen

von Jan-Christian Kreul (Kl. 6)

Bereits im antiken Rom gab es, genau wie heute, verschiedene Ballspiele. Manche davon waren sogar schon damals eine richtige Sportart. Man findet Hinweise dazu bei den antiken Autoren und auf bildlichen Darstellungen, beispielweise ausgegrabenen Vasen, Wand- oder Bodenmosaiken.

Es gab zwei Arten von Ballspielen, nämlich die Wurf- und Fangspiele sowie die Schlagspiele. Bei den Schlagspielen, die man einzeln oder im Verband spielte, wurde der Ball gegen eine Wand, den Boden oder in die Luft geschlagen. Fangspiele wurden meist in einer Kreisaufstellung gespielt. Es ging dabei vermutlich ums hohe Hin- und Herwerfen und ums Fangen.… Weiterlesen

Menschenopfer, Bestattungen und heilige Bräuche

Totenkult bei den Kelten

von Nur Ali (Q1)

Für mich ist keine je dagewesene Kultur so faszinierend und eindrucksvoll, wie die der Kelten. Vor ca. 2000 Jahren hat dieses historische Volk in Form von Grabhügeln, heiligen Plätzen und Hainen von Spanien bis in die Türkei ihre Spuren hinterlassen. Nicht nur Relikte (wie Statuen oder Waffen) und Überbleibsel wie Ruinen zeugen von ihrer einstigen Existenz, sondern auch Märchen und Mythen wie die Geschichte von König Arthur und Merlin. Auch mystische Wesen wie Elfen und Trolle entspringen keltischer Mythologie und alten, im Volksmund weit verbreiteten keltischen Sagen, die noch heute präsent sind.

Die Kelten waren Polytheisten.… Weiterlesen

Pearl Harbor

Wie Geschichte verändert wird

von Jonas Evers (Kl. 11, ALJ)

Illustration: Amelie Gerdes (THE ART-TEAM), Kl. 9

Pearl Harbor – der Name einer Bucht im Süden der hawaiianischen Insel O’ahu. Das Japanische Kaiserreich plant eine Überraschungsattacke auf die dortige Militärbasis der USA. Am Morgen des 7. Dezembers 1941 hört man Explosionen, Lärm von Bombern und Kanonen. Der Angriff trifft die unvorbereiteten Amerikaner, für die Krieg an diesem abgelegenen Ort, mitten im Pazifik, ungefähr so wahrscheinlich schien, wie weiße Weihnachten, hart – bis heute der größte Verlust in einer Schlacht, den die Amerikaner je beklagen mussten. Elf Schiffe, die im Hafen stationiert sind, sinken.… Weiterlesen