Sonnenuntergang des Pfannkuchengesichts?

Donald Trumps Corona-Infektion und die US-Wahlen 2020

von Luisa M. Zimmermann (Kl. 10)

Foto: chickenonline auf pixabay.com

Donald Trumps Corona-Infektion ist wohl Eins zu Eins die Definition von Karma. Und, Hand aufs Herz, traf es nicht den Richtigen? Klar, man wünscht niemandem eine Krankheit ohne Grund an den Hals, doch allen dürfte bewusst sein, dass seine Infektion definitiv gravierende Auswirkungen auf den Wahlkampf hatte. Man würde auf den ersten Blick zwar vor allem zuerst darauf tippen, dass Trump durch die Covid-19-Infektion nur im Wahlkampf geschwächt wurde; trotzdem dachten einige Personen, es hätte ihn auch stärken können. Dafür spricht vor allem, dass viele Amerikaner gar nicht wahrhaben wollten, dass Trump selbst daran Schuld ist, sich mit dem Virus angesteckt zu haben..… Weiterlesen

Flucht und Vertreibung der Deutschen 1945

Ein familiärer Zeitzeugenbericht

von Chiara Fleßner (Kl. 9)

NS-Regime, Vernichtungskrieg, Holocaust, bombardierte Städte, Vertreibung: Aus dem Geschichtsbuch kennt man die grundlegenden Fakten zum Zweiten Weltkrieg. Dass es Menschen in Kriegszeiten niemals gut ging, sollte jedem bewusst sein. Um mehr darüber zu erfahren, was für Leid sie persönlich ertragen musste, habe ich meine Oma befragt und ein sehr umfangreiches Interview mit teils grausamen Details erhalten. Herauskristallisiert hat sich so etwas wie die Geschichte meiner Familie. Sie wird, wie bei alle Zeitzeugeninterviews, aus einer subjektiven Perspektive erzählt.

Im letzten Weltkriegsjahr 1945 haben die vorrückende Sowjetunion und Polen die deutschen Gebiete West- und Ostpreußen sowie Hinterpommern eingenommen, Häuser besetzt, und alle dort noch lebenden Deutschen mussten fortan für die Polen arbeiten, darunter die Familie meiner Großmutter Frieda.… Weiterlesen

Der Ausbruch des Vesuvs

Eine antike Katastrophe

von Jan Kreul (Kl. 7)

Römische Straße in den Ruinen von Pompeji; Foto: Falco auf www.pixabay.com

Als das Römische Imperium auf seinem Höhepunkt war, brach am 24. Oktober des Jahres 79 n. Chr. der Vulkan Vesuv aus und kostete circa 2000 Menschen das Leben. Die drei Städte Stabiae, Herculaneum und Pompeji waren von dem Ausbruch direkt betroffen. Herculaneum wurde durch Lava- und Schlammströme vollständig zerstört. Doch Pompeji und Stabiae begrub der Vulkan unter einer Schicht aus Asche, wodurch die Ruinen erhalten blieben. Selbst die Leichen von Tieren und Menschen konservierte die Ascheschicht; sie verwesten zwar, aber von den Körpern blieben leere Hüllen aus Gips.… Weiterlesen

Nachtwanderung

Eine gruselige Halloween-Geschichte

von Tamara-Lena Horvat (Kl. 8)

Foto: DarkmoonArt_de auf www.pixabay.com

Es war Freitagabend, aber nicht irgendein Freitag, sondern die Nacht vor Halloween. Amelie hatte Maria zu einer Halloween-Party eingeladen. Sie meinte, es wäre eine lustige Idee und sie hatte sich auch Horrorfilme und Spiele ausgeliehen. Also packte Maria ihre Tasche und ging los zu Amelie. Als sie ankam bemerkte sie, dass alles schön geschmückt und viele ihrer Freunde da waren. Sie richtete erst einmal ihre Schlafgelegenheit her, dann setzte sie sich zu den anderen.

Amelie erzählte, dass sie sehr aufgeregt sei, weil alle später eine Nachtwanderung durch den Wald machen würden.… Weiterlesen

Geisterbeamer oder Geisterbeamte?

Vier unheimliche Gerüchte am Mariengymnasium

von Arian Koch (Kl. 7)

Foto: S. Herrmann & F. Richter auf www.pixabay.com

Unsere Schule ist relativ weiträumig angelegt, Neulinge brauchen sicher erst einmal Orientierung. Aller meistens garantiert das Mariengymnasium einen völlig normalen Vormittag. Doch manche Dinge kommen einen sprichwörtlich „spanisch“ vor.

Stairway to the attic?

Zum Beispiel Orte wie der Dachboden. Wenn man die Treppe im A-Gebäude hochgeht, fragt man sich, warum die Treppe im ersten Stock endet und wie man auf den Dachboden kommt. Manche wollen gesehen haben, wie auf rätselhafte Weise eine Treppe zum Dachboden erscheint, und dann nicht mehr da ist.

Der unheimliche „Toilettenwagen“

Wenn man ganz alleine auf den Jungen-Toiletten im D-Gebäude sein Geschäft verrichtet, kann es sein, dass man sich wegen der Einsamkeit gruselt, weil der Raum so groß ist.… Weiterlesen

Back to school

Ein persönlicher schulisch-pandemischer Rückblick

von Chiara Fleßner (Kl. 8)

Mittlerweile hat sich die virologische Lage anscheinend ein wenig beruhigt. Einige Maßnahmen wurden aufgehoben, Geschäfte, Friseure und Nagelstudios haben wieder geöffnet und für uns SchülerInnen beginnt mehr oder weniger wieder der Alltag in puncto Schule. Allerdings musste vieles geändert und der Situation angepasst werden.

Foto: www.pixabay.com

Im Großen und Ganzen dürfte jedem die Neuheiten bekannt sein: Es gilt Maskenpflicht, außer an den Sitzplätzen. Beim Eintreten ins Gebäude müssen sowohl die gekennzeichneten Wege für den Aus- und Eingang eingehalten werden, als auch die Hände desinfiziert werden. Präsenzunterricht gibt es nur in den Fächern, die im Klassenverband stattfinden und immer nur im eigenen Klassenraum; die Sitzplätze haben den notwendigen Sicherheitsabstand zueinander und die Klassen sind in zwei Gruppen aufgeteilt, die im Wechsel an der Schule und zu Hause unterrichtet werden Eine Menge neue Regeln, die jedoch notwendig sind, um die Öffnung unserer Schule überhaupt wieder möglich zu machen.… Weiterlesen

Geheime Räume am Mariengymnasium

Eine Expedition zu den letzten Mysterien unserer Schule

von Arian Koch (Kl. 6)

Eine Schule hat sehr viele Zimmer. In den meisten war man als Schülerin oder Schüler schon einmal drin, aber es gibt auch eben einige, von denen man gar nicht weiß, dass sie überhaupt existieren oder die uns nicht gezeigt werden.

Lehrerzimmer mit Geheimtür

Foto: Arian Koch

Als erstes denkt man da ans Lehrerzimmer. Es ist in zwei Bereiche aufgeteilt: Den ersten Teil sieht man durch die Glastür, aber den zweiten Teil kann man nur vom Schulhof sehen. Wenn man durch den Flur läuft, der in die Pausenhalle mündet, fällt einem eine Tür auf, durch die niemand geht.… Weiterlesen

Theater | Trotz | Corona | ?

Die Musical Junior-AG in der Pandemie

von Chiara Fleßner (Kl. 8)

Eine Theateraufführung in Zeiten von Corona? Klingt zunächst unglaublich, schließlich sollten wir uns Monate lang mit maximal einer weiteren Person oder einem weiteren Haushalt treffen, um die Ansteckungsgefahr zu minimieren. Die Schulen arbeiteten ebenfalls über mehrere Monate hinweg nur im Homeoffice. Dass man ausgerechnet jetzt ein Schul-Theaterstück erproben und vorführen möchte, klingt hochambitioniert. Doch die AGs sollen nicht unter Corona leiden – wenn man eine Form von Unterricht finden würde, die der Infektionsgefahr Sorge trägt, dann können auch die AGs bestehen bleiben und den Schülern weiterhin Spaß bereiten. Doch wie genau soll das funktionieren bei einer AG, die sich mit Schauspiel, Gesang und Tanz beschäftigt?… Weiterlesen

Grüne Schatten

Eine düstere Kurzgeschichte

von Sweja Boekhoff (Kl. 9)

Schrill hallte das tiefe, verrückte Lachen der dunklen Gestalt durch den nachtschwarzen Wald. Leise mischte sich das Tropfen einer dickflüssigen Flüssigkeit mit unter das Geräusch und bildete so eine düstere Atmosphäre. Ein kleines Kind saß, mit dem Rücken an einen Baum gepresst, hinter einer Wand aus dunklem Grün.

Illustration: Sweja Boekhoff

Sie verdeckte das Kind, doch nicht die Geschehnisse auf seiner anderen Seite. Die Augen des Kindes blickten starr auf die Szene, welche sich vor ihm abspielte. Eine durchdringende, dunkelrote Flüssigkeit verschmutze das Gras und breitete sich Sekunde für Sekunde mehr über den Waldboden aus.… Weiterlesen

Tanzen statt marschieren!

Die „Swing-Jugend“ im NS-Staat

von Eske Vienup (Kl. 10)

Sie tanzte, statt im Gleichschritt zu marschieren. Sie hörte ,,entartete“ Musik. Sie war weder in der Hitlerjugend noch im Bund Deutscher Mädel, denn die Ansichten des nationalsozialistischen Regimes teilte sie nicht. Damit riskierte sie die Leben ihrer Mitglieder. Sie widersetzte sich und vor allem hörte und verehrte sie englischsprachige Jazzmusik: die Swing-Jugend im NS-Staat.

Ausschnitt aus dem Filmprojekt „Hamburger Zeitzeugen berichten – 1933 bis 1947“

Ein Dorn im Auge der Nationalsozialisten

Die Swing-Jugend war eine Jugendkultur, die sich in den 1930er-Jahren in vielen Großstädten, hauptsächlich in Hamburg, entwickelte und widerständisch gegen den Nationalsozialismus auftrat.… Weiterlesen