Ein Leben nach der Pandemie

von Chiara Fleßner (Kl. 9)

Unser Alltag gestaltet sich momentan noch recht eintönig und nervtötend, wir sind den ganzen Tag zu Hause und meiden Kontakte. Wir alle fragen uns: Wird das bald ein Ende finden und alles wieder so sein wie vorher, und wenn ja, wann wird es endlich soweit sein? Doch wie würde das Leben nach der Pandemie wohl aussehen, und wäre das Erste, was wir wieder tun würden?

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Betrachten wir zunächst die zukünftige Schulsituation. Durch das Homeoffice sollte soweit dafür gesorgt sein, dass keine zu großen Lücken im Lehrplan entstanden sind und der Unterricht normal weiter geführt werden kann, sobald alles vorüber ist. Was generellen Schulausfall betrifft, haben die Schulleitungen nun mehr Möglichkeiten als zuvor; noch beim Sturm „Sabine“ wurde letztes Jahr einfach geschlossen. Mit Glück oder Pech (das ist Ansichtssache) werden in solchen Fällen künftig  Aufgaben per Internet gestellt, die man dann von Zuhause bearbeitet.

Die Wirtschaft hingegen muss sich erst einmal wieder ganz aufbauen, Einzelhandel und Gastronomie hatten teilweise geschlossen, große Firmen mussten Sponsorenverträge canceln. Zukünftig müssen Geschäfte sich also von der Pandemie erst regenerieren oder im schlimmsten Fall schließen (vgl. auch Jan Kreuls Artikel in dieser Ausgabe). Für uns könnte nach der Pandemie zunächst ein unwohles Gefühl in großen Menschenmassen, z. B. beim Einkaufen, entstehen. Ich ertappe mich bereits gelegentlich beim Anschauen von Filmen, wie ich mich frage, ob die Figuren nicht zu wenig Abstand einhalten!

Sobald die akute Pandemie vorüber ist, werden die meisten zunächst den Friseur aufsuchen oder den nächsten Flug in den Urlaub buchen. Ich persönlich werde einen Termin für Kontaktlinsen vereinbaren, der mir vor einem Jahr wegen der Coronamaßnahmen abgesagt wurde. Besonders Jugendliche werden sich freuen, ihre Geburtstage oder Ähnliches wieder feiern und sich im Sommer mit Freunden am See oder im Freibad treffen zu können. Auch ich werde, wenn endlich wieder möglich, meine Sommer am Badesee verbringen. Wir werden uns keine Sorgen mehr machen müssen, angehalten zu werden, weil wir mit vier Personen (beispielsweise Eltern und Geschwistern aus einem Haushalt) durch die Öffentlichkeit laufen oder uns mit den Nachbarn übers Straßenende unterhalten. Wir können unsere Großeltern, unsere Verwandten und Bekannten wieder in Altersheimen besuchen.

Und vor allem: ohne Maske einkaufen, zur Schule gehen, den Arzt besuchen oder sonst irgendein Gebäude oder öffentlichen Platz betreten.

Alles derzeit noch Wunschvorstellungen, wann sie zur Realität werden, wissen wir zwar noch nicht, aber bis dahin sollten wir alles dafür tun, die Lage zu verbessern. Es hängt schließlich von uns selbst und unserem eigenen Verhalten ab, ob wir bald wieder normal leben und uns der Zukunft widmen können, statt in der Gegenwart festzustecken.

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