Wissenswertes zu mobilen Luftfiltern

von Arian Koch (Kl. 7)

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Luftfilter sind sinnvoll. Man benutzt sie seit vielen Jahren in medizinischen und pharmazeutischen Laboren zum Schutz vor Bakterien und Viren (wie z.B. Corona). Dazu sind die hochwertigen Schutzklassen H13 oder H14 nötig. Aber wie funktionieren diese Geräte? Und wie sind sie aufgebaut?

Luftfilter in Raum B102; Foto: Arian Koch

Funktion

Ein Luftfilter ist dazu da, um Pollen, chemische oder organische Gase und Viren aus der Luft zu filtern. Außerdem hat er meistens eine Anzeige, die zeigt, wie gut die Luftqualität ist. Nur Luftfilter mit der „High Efficiency Particulate Air“(HEPA)-Technik können Viren verbrennen (https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/umwelt-haushalt/produkte/reduzieren-mobile-luftreiniger-das-coronainfektionsrisiko-52075). Dann aber entsteht CO², was der Filter wiederum filtern muss. Man kennt das aus Staubsaugern oder Automotoren.

Aufbau

Wenn man einen Luftfilter so sieht, denkt man „da ist nur ein Filter drin“ –  das stimmt aber nicht. Am besten sieht man das im Luftfilter der Schule im Raum B102 unserer Schule (dort wird der Luftfilter getestet.) Der Filter in dem Raum verfügt über ein Luftmessgerät. Ganz unten in dem Filtergerät ist der Motor. Darüber sind verschiedene Filter. Meistens ist es ein Feinstaubfilter, nämlich ein Filter, der grobe Materialen filtert und einer für superfeine Sachen wie Viren, z. B. aus Aktivkohle oder eben der HEPA-Technik. Luftqualitätsmesser sind meistens im Filter über den Filterschichten eingebaut. Ganz oben ist die Turbine, welche die Luft einsaugt und dafür sorgt, dass die gute Luft wieder rauskommt. Natürlich kann das von Firma zu Firma variieren, aber der oben beschriebene Aufbau ist die Norm.

Alternativen

Lohnt sich ein Luftfilter? Das hängt vom Zweck ab. Meiner Meinung nach lohnt er sich nur, wenn man wirklich schlechte/schmutzige Luft hat, die dringend gereinigt werden muss, denn die Anschaffung ist sehr teuer und die Reparaturkosten sind auch nicht ohne.

Fenster auf! Foto von Michael Gaida auf www.pixabay.com

In Schulen sieht selbst das Umweltbundesamt mobile Luftfilter nur als ergänzende Maßnahme (https://www.umweltbundesamt.de/themen/mobile-luftreiniger-in-schulen-nur-im-ausnahmefall). Die bisher beste Alternative ist daher wohl immer noch das Lüften, möglichst mit Durchzug als Querlüftung. Aber wenn es kalt ist, kann man nicht mehr so gut Lüften. Deswegen wurde KeimEX erfunden. KeimEX ist eine Tapete, die Bakterien aus der Luft filtert. Die Tapete wurde in mehreren Studien getestet und ist nach Angaben des Herstellers ressourcenschonend (vgl. https://www.keimex.com/produktinformation/). Leider arbeitet sie nur antibakteriell, nicht antiviral.

Berliner Luft

Manche Bundesländer setzen dennoch auf mobile Luftfilter in Klassenräumen. Doch bei der Anschaffung gibt es Probleme. In Berlin wurden dafür rund 4,5 Millionen Euro zur Verfügung gestellt. Zwar sollen nicht alle Klassenräume mit Luftfiltern ausgestattet werden, sondern nur solche, die man schlecht lüften kann. Doch selbst wenn man nur diese nimmt, reicht das Geld dennoch bei weitem nicht aus für die ca. 800 Berliner Schulen (vgl. https://www.tagesspiegel.de/berlin/berlinerschulen-das-lange-warten-auf-die-luftfilter/26823324.html). Andere Bundesländer haben überhaupt keine Luftfilter bestellt, manche gehen ihre eigenen Wege und wiederum andere haben noch gar nicht gemerkt, dass es überhaupt Luftfilter gibt. Wie bei anderen Themen so auch hier gilt der deutsche föderale Flickenteppich; besonders bei allem, was zum Bildungssektor gehört.

Wie wird es wohl weitergehen mit dem Thema Luftfilter?

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