Eine kleine Rechnung zur Digitalisierung von Schulen

von Arian Koch (Kl. 6)

Es stehen fünf Miliarden Euro zur Digitalisierung zur Verfügung, hieß es vor ein paar Monaten. Diese Gelder waren vor allem für die Digitalisierung von Schulen gedacht. 500.000.000 Euro sind schon ausgeschöpft. Nur, was soll mit den anderen 4.500.000.000 Euro passieren?

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Der Bundestag hat entschieden, dass von dem Geld Laptops gekauft werden sollen. Jede Schule soll genug Laptops bekommen, um alle Kinder damit zu versorgen. Diese wären dann Eigentum der Schule, so dass alle Schüler/innen die Laptops für ihr Home-Office ausleihen können. Falls jemand ein Gerät beschädigt oder zerstört, muss dieser den Schaden bezahlen. Die Laptops würden komplett identisch , das heißt mit den gleichen Programmen bestückt und von der gleichen Firma hergestellt sein. Wenn man den billigsten Rechner nehmen würde, beliefe sich der Preis für diese millionenfache Anschaffung auf ungefähr 6.500.000.000 Euro. Diese Summe überschreitet das zur Verfügung gestellte Geld um 2.000.000.000 Euro, eine sehr große Forderung. Dazu kommen noch die Whiteboards, die gekauft werden sollen. Das sind noch einmal 477.420.000€ plus/minus zwei Millionen (https://de.statista.com/statistik/daten/studie/235833/umfrage/grundschulen-in-deutschland/). Insgesamt sind das 2.477.420.000€, die der Steuerzahler zahlen muss.

Viele Eltern meinen, dass Handyverbote an Schulen gut sind. Doch die Politik diskutiert derzeit, ob diese an Schulen noch zeitgemäß sind. Andere sind davon überzeugt, dass die Handys pädagogisch eingesetzt werden sollen (https://deutsches-schulportal.de/schulkultur/debatte-ist-das-handyverbot-an-schulen-noch-zeitgemaess/).

Außerdem müssen wegen dem Home-Schooling Server dazu gekauft werden, denn desto mehr mit ISerV gearbeitet wird, desto mehr Daten sammeln sich an. Und um die Datenmengen zu stemmen, braucht man mehr Speicher. Ein guter Server kostet ungefähr 30.000€. In Deutschland gibt es insgesamt 32.600 Schulen. Das heißt, insgesamt müssen 978.000.000€ für Server ausgegeben werden. Dazu kommen noch die oben erwähnten Ausgaben von 2.477.420.00€ für Laptops und Whiteboards, also zusammen wären es dann 3.455.420.000€. Eine sehr große Summe, die für eine umfassende Digitalisierung deutscher Schulen anfallen würde.

Aber bringen die ganzen Maßnahmen zur Digitalisierung etwas? Das kommt auf die Person und die Situation an! Es gibt Familien, die keinen Laptop haben. In solchen Situationen wäre es sinnvoll, Geräte anzuschaffen. Ein weiteres „Muss“ ist das Dazukaufen von Servern, denn die Regierung hat bisher an allen Ecken gespart, also nicht ausreichend Server gekauft. Jedoch: Whiteboards sind zwar schön und gut, haben aber auch enorme Nachteile. Sie brauchen superlange zum Starten und Reparaturen wären ebenfalls sehr aufwendig. Und man muss oft jahrelang hinterherrennen, dass überhaupt eine Reparatur stattfindet.

Aus meiner Sicht ist die Idee der Digitalisierung von Schulen zur Zeit nicht umsetzbar, weil die nötigen Geldmittel einfach nicht zur Verfügung stehen. Also kommt jetzt nur die Sparversion oder kommt die Verwaltung zu der Erkenntnis, dass gute Vorsätze letztendlich nicht immer umsetzbar sind? Lassen wir uns überraschen!

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