Das ewig gestrige Bildungssystem

von Jannes Wiesner (Q2)

In der Oberstufe verändert sich vieles, auch für mich. Ein Lebensabschnitt neigt sich dem Ende zu und dutzende schillernde Möglichkeiten präsentieren sich mir. Doch einiges scheint sich ähnlich wie das morgendliche Ringen um die Motivation oder der immer trist wirkende Schulweg, eine halbe Stunde geradeaus mit dem Bus, nicht zu ändern, das Verhältnis von Schüler und Schule. Auch in den kommenden Jahren wird die Bildungspolitik einer umfassenden Reform des Bildungssystems keinen Stellenwert einzuräumen, ein System was sich auf ähnlichen Irrwegen befindet wie der volle blau-weiße Bus, wenn er eine Ladung Schüler an der Bushaltestelle entlässt, die oft selbst nicht wissen wie es zu ausgerechnet diesem Weg kam.… Weiterlesen

Lehrerparadies

Vom Duzen zum Siezen 


Gastkommentar von Johanna Christ (OStR‘)

Die Oberstufe sticht schon allein dadurch heraus, dass plötzlich Schüler, die man eventuell schon seit der fünften Klasse kennt und deren Entwicklung man von Kind zum Jugendlichen miterlebt hat, gesiezt werden. Plötzlich gehen dieselben Schüler/innen, die noch vor den Sommerferien auf dem Schulhof rumgehangen haben, aufrecht und mit einem gewissen Ernst zu einem anderen Gebäude, ebenfalls durch seine etwas abgesetzte Lage als „besonders“ herausgehoben. Ich wurde gebeten, in einem Artikel die Sicht einer Kollegin auf die Oberstufe darzustellen – und musste schnell feststellen, dass das gar nicht so leicht ist. Denn dieses augenscheinlich „Besondere“ ist nicht so leicht zu greifen, wie es auf den ersten Blick scheint, das „Sie“ und das Gebäude sind nur Symptome einer großen Veränderung, die Unterricht in der Oberstufe im Vergleich zu anderen Stufen ausmacht.… Weiterlesen