Kein Entkommen!

Eine Kurzgeschichte in drei Teilen

Teil 2

von Chiara Flessner (Kl. 8)

Foto: Emily van Hettinga

„Verdammt!“ Ich habe den ganzen Nachmittag lang versucht diesen blöden Code zu knacken, leider erfolglos. Ich habe es mit Blindenschrift probiert, mit Büchern über alte Schriften, mit Büchern, die  gepunktete Muster auf dem Cover haben und mit Rätselbüchern, aber gar nichts habe ich heraus gefunden. Ich musste mich damit abfinden, vielleicht nicht an diesem Tag raus zu kommen. Dann muss ich mich wohl leider bis nächste Woche gedulden müssen. Doch da fiel es mir auf: Warum kann ich immer nur an einem bestimmten Tag ausbrechen?… Weiterlesen

Bobby Fischer

Aufstieg und Fall einer Schachlegende

von Friederike von Finkenstein (Kl. 7)

Bobby Fischer war ein sehr bekannter amerikanischer Schachspieler. Er wurde am 09.03.1943 in den USA geboren und galt schon in frühen Jahren als „Wunderkind“. 1972 spielte er als Herausforderer das berühmt gewordene Turnier gegen den amtierenden russischen Schachweltmeister Boris Spasski. Dieses Turnier in Island bezeichnet man aufgrund seiner Qualität und des massiven Medieninteresses auch als „Match des Jahrhunderts“. Mit dessen Gewinn wurde Fischer zum elften Weltmeister der Schachgeschichte.

Quelle: Pixabay

Drei Jahre hintereinander, von 1972 bis 1975, konnte Bobby Fischer seinen Weltmeistertitel verteidigen. Er verlor den ihn nur deshalb, da er sich vom öffentlichen Schachleben weitgehend zurückzog und auch gegen seinen Herausforderer Anatoli Karpow nicht mehr antrat.… Weiterlesen

Zwischen Knöchel und Wade

Damenmode im Deutschen Reich 1910–1925

von Hannah-Sophie Siebels (Kl. 6)

Vor dem Ersten Weltkrieg kleideten sich deutsche Frauen gerne in sogenannte Kostüme von französischen Designern wie Paul Poiret (1879–1944). Nicht mehr ganz so formell wie im 19. Jahrhundert trug man für abendliche Ereignisse stolz lange Perlenketten zu den sehr eleganten Kleidern, dazu Federn in allen Größen oder Brokatschmuck. Erstmals kam Abendmode ohne ein beengendes Korsett aus. Piorets Stil zeichnete sich durch Stickereien und Ausschmückungen des Dekolletés aus, welche den Männern grandiose Ausblicke ermöglichten, die charakteristisch für diese Mode waren. So orientierten sich die deutschen Frauen vor 1914 nahezu durchgehend an ihren französischen Nachbarinnen.… Weiterlesen

Interview mit Werder Bremen-Spieler Marco Friedl

Bei der Fanclub-Weihnachtsfeier 2018 im Weserstadion

von Samir Geue (Kl. 6)

Anfang Dezember des letzten Jahres bin ich von Freunden meiner Mutter zum dritten Mal zur Fanclub-Weihnachtsfeier meines Lieblingsvereins Werder Bremen eingeladen worden. Die Weihnachtsfeier fand, wie schon in den Jahren zuvor, im VIP-Ost Club des Weser-Stadions gemeinsam mit Spieler- und Trainerstab statt.

Der Werder-Präsident Dr. Hubertus Hess-Grunewald eröffnete die Feier mit einer Rede, bevor der Fanclub des Jahres 2018 dann endlich verkündet wurde. Anschließend mischten sich Spieler und Trainer unter die ca. 550 Fans. An verschiedenen Stationen, wie z.B. Karaoke-Singen, Fußballbillard, Tischtennis, Fifa-Zocken auf der PS4 und Tischkickern, konnte man auf Du und Du mit den Spielern gehen.… Weiterlesen

Moderne Medizin in nordischer Heilerde?

Druiden setzten unbewusst Antibiotika ein

von Nur Ali (Kl. 11)

Die Legenden, Mythen, Sagen und Erzählungen des Nordens fesseln uns bis heute. Unermüdlich beschäftigen sich Historiker und Wissenschaftler mit den Relikten, Schriften und Überbleibseln der keltischen und germanischen Kultur. Besonders faszinierend erscheint deren Götterwelt und ihre im Auftrag der Götter handelnden Druiden. Diese fungierten damals als Geistliche und Heiler der nordischen Welt.

Illustration: Malte Vesper (THE ART-TEAM), Kl. 7

Für besondere Aufregung sorgte jedoch die vor Kurzem an einer nordischen Kultstätte aufgefundene Heilerde, welche Überlieferungen nach über ungewöhnliche Heilkräfte verfügen soll. Haben die Druiden tatsächlich über „göttliche“ Heilerde verfügt, mit denen sie Kranke und Verwundete erfolgreich behandeln konnten?… Weiterlesen

Leben ohne Handy und Computer

Wäre das heutzutage noch möglich?

von Timo Füllmann (Kl. 6)

Smartphones, Smart-TV, Smartwatches und der gute alte Tower-PC. Kaum jemand möchte sich ein Leben vorstellen, in dem all diese Geräte keine Rolle spielen. Doch wäre so etwas heutzutage noch möglich? Um es kurz zu machen: ja, aber es würden sich viele Dinge und Abläufe  verändern.

Foto: Peggy Coucair auf pixabay

Eine Sache würde sofort wirksam werden: Es gäbe keinen digitalen Austausch und auch keine sozialen Netzwerke mehr. Durch diese scheinbare Einschränkung hätten wir jedoch die Motivation, öfters draußen spazieren zu gehen und uns mit anderen Leuten zu unterhalten. Auch die Verabredungen mit Freunden und Bekannten würden sich häufen, da wir eine bessere Zeiteinteilung hätten und nicht mehr auf digitale Kommunikationsmittel zurückgreifen müssten.… Weiterlesen

„Winterjam“-Festival an der Eastern Michigan University

Ein Einblick in die christliche Pop/Rock-Szene der Vereinigten Staaten

von Jonas Evers (Kl. 11/ATJ)

Es ist etwa 17 Uhr in Grand Rapids, Michigan. Vor dem „Convocation Center“ der Eastern Michigan University hat sich eine etwa 300 Meter lange Schlange gebildet. Alle Menschen in dieser sauber geordneten Reihe nehmen es aus demselben Grund auf sich, stundenlang in der beißenden Kälte zu stehen: Sie wollen zum „Winterjam“, einem Musikfestival, das am 18.01.2019 große Namen, wie Mandisa, Ledger oder die Newsboys präsentiert hat.

Foto: Jonas Evers

Falls ihr von noch keinem dieser sehr erfolgreichen Musiker etwas gehört habt, seid ihr sicherlich keine Ausnahme.… Weiterlesen

Pearl Harbor

Wie Geschichte verändert wird

von Jonas Evers (Kl. 11, ALJ)

Illustration: Amelie Gerdes (THE ART-TEAM), Kl. 9

Pearl Harbor – der Name einer Bucht im Süden der hawaiianischen Insel O’ahu. Das Japanische Kaiserreich plant eine Überraschungsattacke auf die dortige Militärbasis der USA. Am Morgen des 7. Dezembers 1941 hört man Explosionen, Lärm von Bombern und Kanonen. Der Angriff trifft die unvorbereiteten Amerikaner, für die Krieg an diesem abgelegenen Ort, mitten im Pazifik, ungefähr so wahrscheinlich schien, wie weiße Weihnachten, hart – bis heute der größte Verlust in einer Schlacht, den die Amerikaner je beklagen mussten. Elf Schiffe, die im Hafen stationiert sind, sinken.… Weiterlesen

Schule in Äthiopien

von Tamara-Lena Horvat (Kl. 5)

Durch den furchtbaren Flugzeugabsturz am 10.03.2019 ist Äthiopien in den letzten Monaten wieder in den Blick der Öffentlichkeit gerückt. Dieses große Land in Ostafrika mit vielen Einwohnern hat eine Fläche dreimal so groß wie Deutschland. Die Hauptstadt heißt Addis Abeba. Dadurch, dass Äthiopien zu Beginn des 20. Jahrhunderts 11 Millionen Einwohner hatte und die Bevölkerung bis heute auf ca. 100 Millionen (45% der Äthiopier sind unter 15 Jahre alt) angestiegen ist, kommt die Infrastruktur nur schlecht nach. Immer noch mangelt an einem funktionierenden, flächendeckenden Schulsystem. Schulwege sind oft lang und beschwerlich (vgl. https://www.menschenfuermenschen.de/schwerpunkte/bildung/).

Den äthiopischen Kindern der Unter- und Mittelschicht mangelt es an allem Grundwissen, sie können dieses auch nicht von ihren Eltern lernen, da die meisten selber nicht in der Schule waren oder diese früh abgebrochen haben.… Weiterlesen

Wer liest noch was?

Ernüchternde Ergebnisse bei Schulumfrage zum Thema Lesen

von Valentina Kunze und Friederike von Finckenstein (Kl. 6)

In diesem Bericht haben wir zusammengetragen, was wir durch unsere stichprobenartige Schulumfrage zum Thema Lesen herausgefunden haben, d. h. wie oft die Unterstufen-, Mittelstufen- und Oberstufenschüler noch interessiert und eigeninitiativ lesen.

Foto: pixabay.com

Alle befragten Schüler/innen haben einen Moment überlegt und dann kurz und bündig die Frage beantwortet. Insgesamt haben wir herausgefunden, dass die meisten Schüler eher selten bzw. gar nicht lesen.

Überraschend: Die Unterstufenschüler lesen mehr als die Oberstufenschüler. Sie wählen dabei hauptsächlich Fantasy-Romane aus, was an der hohen Beliebtheit der Twilight-Saga liegt.… Weiterlesen